Bielersee

Proteine

Proteine Zur Erneuerung der Körpersubstanz werden während unserem ganzen Leben ständig Proteine benötigt. Viele Leute bringen Eiweiss mit Fleisch in Verbindung. Wenn man sie nach einem Eiweisslieferant frägt, nennen sie spontan Fleisch. Fleisch ist jedoch nur ein Eiweisslieferant von vielen. Alle Nahrungsproteine (etwa 20) enthalten alle Aminosäuren, jedoch in unterschiedlichen Verhältnissen. Acht dieser Proteine die der Körper nicht selber sythetisieren kann, sind lebenswichtig. Es sind dies: Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylanalin, Tryptophan, Threonin, Methionin,und Lysin.

Die Frage, ob der Mensch Fleisch essen soll oder nicht ist schon alt und über die Jahre schon vielfach und ausgiebig behandelt worden. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass unser Eiweissbedarf problemlos mit pflanzlicher Nahrung gedeckt werden kann. Entscheidend ist, ob das Eiweiss nativ oder denaturiert ist.
Heute gibt es immer noch zwei Lager: Diejenigen welche sich dem Fleischkonsum verschrieben haben und die Wichtigkeit des Fleisches in der menschlichen Ernährung hervorheben und jene, welche sich als Vegetarier bekennen und von der Schädlichkeit des Fleisches überzeugt sind. Von Natur aus ist der Mensch kein Fleisch- sondern ein Pflanzenfresser. Man denke an den Stammbaum des Menschen. Alle grossen Affenarten, die biologisch denselben Körperbau haben wie wir Menschen und die nach der Forschung auch unsere Vorfahren sind, sind ausschliesslich Pflanzenfresser. Leute, denen der Verzehr von Fleisch wichtig ist, vergessen oft bei ihrer Argumentation, dass eben die Raubkatzen nicht nur auserwähltes Muskelfleisch fressen, sondern auch Innereien, Blut, Knochen usw. - ja sie essen das ganze Tier mit Haut und Haar. Dies ist ein beträchtlicher Unterschied zu dem was Menschen in Sachen Fleisch essen. Da der Konsum von Fleisch müde macht, müssen fleischfressende Tiere viel schlafen (z.B. Löwen bis zu 20 Stunden). Diese Tiere erreichen auch kein hohes Alter.

Eiweiss benötigt der Mensch nur in kleinen Mengen. Bei den zivilisierten Völkern ist die Eiweisszufuhr entschieden zu hoch. Sie ist an den zunehmenden Kreislaufkrankheiten, sowie an rheumatischen und allergischen Erkrankungen massgeblich beteiligt. Um den Gesundheitszustand im Volk zu verbessern, müsste man den Konsum von Quark, Yoghurt, Eier, Milch, Käse und Fleisch stark einschränken.

Eiweiss ist praktisch in jedem pflanzlichen Lebensmittel vorhanden. Wieviel man davon jedoch essen sollte, ist vielen Leuten nicht klar. Viele mästen sich geradezu mit diesem Nahrungsmittel. Ein Zuviel ist ebenso ungesund wie ein Zuwenig. Essen wir zu wenig, werden Zellaufbau und Zellerneuerung gehemmt, was schlimme Folgen haben kann. Überschüssiges Eiweiss wird im Blut gespeichert, wodurch letzteres dickflüssig wird.

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Eiweisse aus verschiedenen Nahrungsmitteln einen unterschiedlichen biologischen Wert aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass Eiweisse mit einem niedrigen biologischen Wert und verschiedenen Eiweissbausteinen sich ergänzen können, so dass in der Mischung Eiweiss mit einem höheren biologischen Wert zur Verfügung steht.

Wenn sich jemand ausschliesslich von Pflanzen ernährt und dabei darauf achtet, dass möglichst viel Abwechslung auf den Speisezettel kommt, dann braucht er sich nicht um den biologischen Wert der Eiweisse zu kümmern.
Unter Ernährungsfachleuten gilt heute für die tägliche Dosis die Faustregel:

Dieser Wert dürfte jedoch deutlich zu hoch sein, denn nach Ansicht der Weltgesundheits-Organisation WHO sollen 0.3 - 0.4 g pro Kilo Körpergewicht ausreichen. Eine Blutanalyse gibt die Gewissheit, dass man genügend mit Eiweiss versorgt ist. Auskunft hierüber geben die Werte von Hämoglobin (Hb) und Hämatokrit (Hk). >Inhaltsstoffe Tabellen