Bielersee

Glutamate E-620-625

Streuwürze

Was ist Glutamat?

Glutamat ist ein weisses Pulver, das in vielen Fertignahrungsmitteln als Geschmacksverstärker eingesetzt wird. Es ist eine aus kleinen Molekülen bestehende, suchterzeugende Aminosäureverbindung, die über die Schleimhäute in den Blutkreislauf und somit auf diesem Weg direkt ins Gehirn gelangt. Es gibt verschiedene Glutamate, so z.B. Glutaminsäure, Natriumglutamat, Kaliumglutamat, Calciumglutamat. In ihrer Wirkungsweise sind sie aber nahezu identisch.
Die Glutamate sind in der Liste der Europ. Nahrungsmittelzusätze unter den Nummern E 620 (Glutaminsäure), E 621 Natriumglutamat), E 622 (Kaliumglutamat), E 623 (Calciumglutamat), E 624 (Ammoniumglutamat) und E 625 (Magnesiumglutamat). In der Nahrungsmittelindustrie werden für Glutamat auch Namen wie Würze, Speisewürze, Sojawürze, Brühwürfel, fermentierter Weizen und Hefeextrakt verwendet.

Die nicht schädliche L-Glutaminsäure (E 620) kommt in vielen eiweisshaltigen Nahrungsmitteln vor. Sie wird in unserem Körper als Ausgangsstoff für die Bildung der körpereigenen Proteine benötigt. Sie spielt auch eine wichtige Rolle an der Schmerzübertragung, am Körperwachstum und an der Gewichtsregulierung. In der Kritik stehen die synthetischen Glutamate, die auf die Körperfunktionen eine schädigende Wirkung haben. Lesen Sie in der Spalte nebenan, wie sie hergestellt werden. Auf die Gefährlichkeit der synthetischen Glutamate wird in zahlreichen Studien hingewiesen. Beim Mensch wird die Funktion des Stammhirns gestört und damit die Regelung der elementaren Körperfunktionen und die Gefühlswahrnehmung. Es erzeugt auch künstlich Appetit und steht deshalb im Verdacht, die Fettleibigkeit zu fördern. Die Störung der Körperfunktionen verursacht Schweissausbrüche und Stresswirkungen wie Magenschmerzen, Bluthochdruck, Herzklopfen, Migräne und Einschränkung der Sinneswahrnehmung. Es hat weiter Wirkung auf die Lernfähigkeit und auf das Konzentrationsvermögen.

Wegen seiner Wirkung auf das Gehirn, ist Glutamat sehr wahrscheinlich auch verantwortlich für die Alzheimer Demenz. Japanische Forscher weisen darauf hin, dass Natriumglutamat zu irreversiblen Augenschäden führe und wahrscheinlich auch verantwortlich sei für den grünen Star.
Glutamat ist schon in den 70er Jahren in die Kritik geraten. Immer wieder litten Menschen an Kribbeln oder Taubheit in den Armen, im Nacken oder Rücken und dies nach einer Mahlzeit in einem chinesischen Restaurant. Man sprach dann vom Chinarestaurant-Syndrom, denn Glutamat findet in der asiatischen Küche sehr viel Verwendung.
Es gibt vermutlich kein anderer Zusatzstoff, der so weitreichende Auswirkungen auf unser Leben hat.

Und die Behörden?

Der wissenschaftliche Ausschuss der EU sagt, ein schädlicher Einfluss von freiem Glutamat sei beim Menschen nicht nachzuweisen. Das ist eine klare Aussage zugunsten der Wirtschaft, denn mit Zusatzstoffen wie in diesem Fall Glutamat, werden Milliarden verdient! Für Glutamat gibt es deshalb in den meisten Ländern keine Einschränkung, ausser in der Babynahrung wo es verboten ist. Die Behörden haben also eine gewisse Gefährlichkeit erkannt. Warum aber dasselbe Glutamat für ältere Kinder und Erwachsene gefahrlos sein soll, ist nicht nachvollziehbar. In der Babynahrung zwar verboten für schwangere Frauen aber nicht, ist widerspüchlich.

In Tierversuchen ist die Gefährlichkeit von Glutamat nachgewiesen worden. Bei Ratten hat es schwere Hirnschäden verursacht und im Alter wurden diese Tiere fettleibig, herzkrank und haben Diabetes entwickelt. Die Glutamatbefürworter betonen, dass man nicht auf die Tierversuche abstützen könne, weil die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar seien. Wenn das so ist, muss man sich doch fragen, warum denn ehtisch unverantwortbare Tierversuche überhaupt gemacht werden. Tierversuchsbefürworter betonen doch immer wieder, wie wichtig solche Versuche seien.