Bielersee

Der Alterungsprozess

Alterung

Der Alterungsprozess beginnt schon bei der Geburt und setzt sich durch unser ganzes Leben fort. Eigentlich läuft er bei allen Menschen gleich ab, aber Geschwindigkeit und Auswirkungen sind von Mensch zu Mensch verschieden. Bei den einen beginnt die Haut schon in jungen Jahren runzelig zu werden, bei anderen entwickeln sich Gelenkschmerzen und wieder andere werden zuckerkrank. Warum altern wir denn nicht alle gleich schnell? Das hängt mit unserer Lebensführung zusammen. Jeder von uns kann Einfluss nehmen auf die Geschwindigkeit mit welcher wir älter werden, denn sie ist eine Folge unserer körperlichen Tätigkeit, der Ernährung und der Umwelteinflüsse. Alle Veränderungen in unserem Körper sind letztlich immer auf Zellschädigungen zurückzuführen. Und: Kontinuierlich produktive Menschen leben länger als solche die eine ruhige Kugel schieben. Und die Erfahrung zeigt auch, dass es diejenigen mit Ausdauer sind, die länger leben. Es ist ein produktiver Lebensstil, der Glück und Gesundheit bringt.

Freie Radikale

Freie Radikale sind sauerstoffhaltige Atome oder Moleküle mit ungepaarten Elektronen. Sie sind hochreaktiv, da die freien Elektronen immer bestrebt sind, sich mit einem anderen Elektron zu verbinden und sich zu paaren, d.h. die freien Radikale entreissen anderen Atomen Elektronen. Es entsteht eine Kettenreaktion die täglich in allen unseren Körperzellen abläuft. Atome mit ungepaarten Elektronen sind bestrebt, ihrem labilen Zustand zu entfliehen, Sie nehmen entweder Elektronen von passenden Spendern, oder geben ein Elektron einem passenden Empfänger. Die Kettenreaktion kann zu biologischen Schäden führen. Sie greifen z.B. die Aderwände an und machen sie innen rauh und rissig. An den rauhen Innenwänden können sich dann Cholesterin und Kalk festsetzen und die Adern verstopfen.

Jede unserer Körperzellen wird täglich mehrere 1000 Mal von freien Radikalen attakiert. Dies ist aber ein normaler Zustand, denn der Körper selber produziert freie Radikale. Sie sind nicht nur Feinde des Organismus. denn sie spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr; sie sind der Feind der Bakterien und Viren. Diese werden durch Oxidation zerstört. Im weiteren haben sie die positive Eigenschaft, dass sie kranke Zellen beseitigen und gesunden Platz schaffen. Es ist also eine Frage des Zuviel.

Die heutige Lebensweise der zivilisierten Völker bringt es mit sich, dass im Organismus zu viele freie Radikale entstehen. In diesem Fall schwächen sie das Immunsystem und werden zu Mitverursacher zahlreicher Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs, Rheuma und Kreislaufbeschwerden. Sie führen zum Verlust der Elastizität des Bindegewebes und schliesslich zu Veränderungen der Haut (braune Flecken und Krebszellen). Wir haben es in der Hand zu verhindern, dass allzuviele freie Radikale entstehen. Denn sie entstehen nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern auch bei vielen anderen Vorgängen, wie z.B. durch Rauchen (Nikotin), Alkohol, Stress, Einflüsse aus der Umwelt (Ozon),UV, Feinstaub, Abgasen, Chemikalien usw.

Alkohol vermeiden

Jede Menge Alkohol ist schädlich, auch die vielfach gepriesenen, täglichen 2 Gläser Rotwein. Durch Alkohol wird vor allem die Leber dauerhaft geschädigt und Gehirnzellen sterben ab. Dazu wird Wasser und einige vom Körper benötigten Mineralien aus dem Körper ausgeschwemmt.

Gekochte Nahrung meiden

Es wird heute zu viel gekochte Nahrung gegessen. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt. Mindestens 80 % sollten wir im rohen Zustand einnehmen. Die gekochte Nahrung enthält nicht genügend Vitamine, da diese durch Überhitzung zerstört werden. Bei einer Erhitzung über 120°C. entsteht Acrylamid, das krebsverdächtig ist! Es entsteht hauptsächlich beim Braten, Backen, Grillieren oder Frittieren. Besonders im Mikrowellenherd entstehen auch gefährliche Trans-Fettsäuren.

Rauchen vermeiden

Nikotin hemmt die Durchblutung der Haut und erhöht den Blutdruck. Dadurch werden Herz- und Kreislauferkrankungen gefördert. Den Knochen wird Kalzium entzogen und das Risiko an Krebs zu erkranken steigt.

Stress vermeiden

Auf Stress reagiert der Blutzucker mit Eiweiss. Dadurch entsteht eine Verbindung, die sich an den Gefässwänden ablagert und diese mit der Zeit verstopft.